Wo sind die Sortenschätze unserer Streuobstwiesen?

Bringen Sie Ihre Schätze mit zur Streuobst- und Sortenwanderung!

Die Hänserbirne, eine traditionelle Landschaftsbirne. (Foto: LPV Kitzingen)

Landkreis Kitzingen – Der Landschaftspflegeverband Kitzingen e.V. und der Landkreis Kitzingen laden zu zwei Sortenwanderungen ein. Seit 2019 wurden Obstsorten im Landkreis Kitzingen bestimmt. Die Ergebnisse werden bei den Veranstaltungen vorgestellt. Die beiden Wanderungen in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Wein und Gartenbau sind Teile der Streuobst-Offensive der bayerischen Staatsregierung. Für die Sortenbestimmung soll zukünftig nicht nur auf das Wissen von Experten gesetzt werden, sondern auch alle Bürger können sich beteiligen.

Der Pomologe Steffen Kahl führt in die Charakteristik des jeweiligen Gebietes ein, erläutert den Zustand der Obstbestände und erklärt die Bedeutung des Obstanbaus. Die verschiedenen Apfel- und Birnensorten werden mit ihren sortentypischen Merkmalen und Verwendungsmöglichkeiten vorgestellt. Außerdem werden bei der Wanderung die sortentypische Anfälligkeit für Krankheiten sowie Pflegemaßnahmen im landschaftsprägenden Streuobstanbau vor Ort angesprochen.

Kitzinger Taubenapfel, Goldrenette aus Blenheim, Hänserbirne oder Wildling aus Einsiedel sind regionaltypische Apfel- und Birnensorten mit langer Anbautradition. Sie stellen einen Schatz dar, den es für das Landschaftsbild sowie die ökologische und genetische Vielfalt unserer Landschaft zu bewahren gilt. In den nächsten Jahren werden viele dieser alten Bäume ihr biologisches Lebensende erreicht haben und absterben. Ihr Verschwinden bedeutet nicht nur einen Verlust an Lebensraum und biologischer Vielfalt, ebenso schwer wiegt der Verlust der Erbinformation, die verloren geht. Die alten Sorten sind an den Standort und das vorherrschende Klima sehr gut angepasst. In Zeiten des Klimawandels wird es immer wichtiger die Ansprüche der verschiedenen Sorten genau zu kennen, um bei zukünftigen Pflanzungen die Bäume auswählen zu können, die mit den sich ändernden Standortbedingungen am besten zurechtkommen.

Ebenso geht auch immer mehr Wissen um die Verwendung und die Eigenschaften der Früchte verloren. Etwa, dass man mehr aus Äpfeln machen kann als Apfelsaft oder Apfelkuchen und aus gewissen Birnensorten ein Fruchtwein hergestellt werden kann, der besser schmeckt als so mancher Wein aus Traubensaft.

Im Anschluss an die Wanderung besteht die Möglichkeit mitgebrachte Furchtproben von älteren Obstbäumen durch Steffen Kahl bestimmen zu lassen. Dazu bringen Sie bitte 5 bis 6 gesunde, wurmfreie und nicht gewaschene Früchte des Baumes mit. Sollte sich eine seltene Sorte darunter befinden, werden nähere Informationen zum Baum erhoben

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 14:00 Uhr und enden um ca. 16:30 Uhr.

Die Teilnehmerzahl der Veranstaltung ist begrenzt. Wir bitten um schriftliche Anmeldung unter landschaftspflegeverband@kitzingen.de.

Bitte denken Sie an geeignete Kleidung, festes Schuhwerk und an Ihren Mund-Nasen-Schutz. Von den Teilnehmern werden personenbezogenen Daten im Rahmen der jeweils gültigen Pandemiebestimmungen erhoben.

Für Fragen rund um die Veranstaltungen steht Ihnen Frau Mandel montags oder donnerstags von 9:00 bis 16:30 Uhr unter der Telefonnummer 09321-928 6231 oder per Email über landschaftspflegeverband@kitzingen.de zur Verfügung.

Die Veranstaltung ist kostenlos!

1. Termin: 03.09.2021; 14:00 Uhr -16:30 Uhr

Treffpunkt: Nenzenheim, Wanderparkplatz am Stöckig (Richtung Krassolzheim)

2. Termin: 10.09.2021; 14:00 Uhr-16:30 Uhr

Treffpunkt: Östlicher Ortsrand Dürrnbuch am Feuerwehrhaus

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