Erleichterung für Pflegebedürftige – 125 € flexibel einsetzbar

Der Entlastungsbeitrag für Menschen mit Pflegegrad kann jetzt flexibler abgerechnet werden.

Wie bisher, können Pflegebedürftige, die zu Hause leben und dort gepflegt und betreut werden, die Kosten für diese Unterstützung im Alltag über den Entlastungsbetrag abrechnen. Neu ist, dass seit 2021 die hilfeleistende Person nicht an einen Träger angebunden sein muss. Sie agiert vielmehr als eine „ehrenamtlich tätige Einzelperson“.

Ab Pflegegrad 1 steht jedem Pflegebedürftigen monatlich der Entlastungsbetrag von 125 Euro zur Verfügung. Dieser Betrag kann beispielsweise für die Unterstützung im Haushalt oder die Begleitung zum Arzt oder bei Spaziergängen genutzt werden. Seit langem ist hier die Nachfrage größer als das Angebot. Aus diesem Grund wurde die Möglichkeit geschaffen, den Entlastungsbetrag auch für die Hilfeleistung von Einzelpersonen abzurechnen. Das heißt, dass auch Personen, die bereits Pflegebedürftigen zur Hand gehen, eine kleine Aufwandsentschädigung von den Versicherten erhalten können.

Vera Ksinski vom Pflege-Netzwerk (links) und Kathrin Glaubrecht vom Pflegestützpunkt Haßberge informieren über das Schulungsangebot. (Foto: Gudrun Johannes, Landratsamt)

Ehrenamtlich tätige Einzelpersonen müssen entweder eine Ausbildung im sozialen, medizinischen, pflegerischen oder hauswirtschaftlichen Bereich vorweisen. Alternativ kann eine achtstündige Fortbildung bei der Fachstelle Demenz und Pflege absolviert werden.

Der/die Pflegebedürftige darf nicht mit dem/der Ehrenamtlichen verwandt oder verschwägert sein oder in einem Haushalt leben. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre und es dürfen nicht mehr als drei Pflegebedürftige pro Monat unterstützt werden.

Pflegestützpunkt Haßberge: Bei Interesse an einer kostenfreien Schulung zur ehrenamtlich tätigen Einzelhelferin oder zum ehrenamtlich tätigen Einzelhelfer nach § 82 Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 AVSG hat, stehen Kathrin Glaubrecht (Telefon 09521/27395) und Vera Ksinski (Telefon 09521/27396) zur Verfügung. Weitere Informationen  gibt es bei der Fachstelle für Demenz und Pflege unter der Telefon 0931/20 78 14 40 oder per E-Mail an info@demenz-pflege-unterfranken.de.

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