Fledermausweg zum Steigerwaldjubiläum eröffnet

Viereth-Trunstadt/Oberhaid (Lkr. Bamberg). Nun ist es offiziell: Der Fledermausweg zwischen Viereth und Unterhaid ist eröffnet und erweitert ab sofort das familienfreundliche Freizeitangebot der Region Bamberg.

V.l.n.r: Zweiter Bürgermeister Hubert Ebitsch (Viereth-Trunstadt), Rangerin Verena Kritikos (Naturpark Steigerwald), Staatsministerin Melanie Huml (MdL). Landrat Johann Kalb (Lkr. Bamberg), Bürgermeister Carsten Joneitis (Oberhaid) und Projektleiterin Dr. Anne Schmitt (Flussparadies Franken e.V). Bildnachweis: Thomas Ochs

Bei gut über 30°C begrüßte zunächst Zweiter Bürgermeister Hubert Ebitsch die Gäste am Rathaus in Viereth. Oberhaids Bürgermeister Carsten Joneitis blickte nicht ohne Stolz auf das Ergebnis der engen Zusammenarbeit der beiden Gemeinden, die ihre Kulturdenkmäler Kellergasse Unterhaid und Bergbräukeller Viereth unter dem Motto „Kellerzweiklang“ verbinden. Sein besonderer Dank galt den ehrenamtlich tätigen Bürgern, allen voran den Wegewarten Manfred Sperber, Dietmar Sperling und Dieter Ziehr, sowie den Bauhöfen der Gemeinden, ohne deren Engagement die Umsetzung nicht möglich gewesen wäre. Unter der Projektleitung des Flussparadies Franken e.V. entstand der neu markierte Spazierweg und Lehrpfad mit sieben Infotafeln zu heimischen Fledermäusen zwischen den beiden Kelleranlagen.

Zum Lebensraum der Fledermäuse zählen auch die beiden, intensiv am Projekt beteiligten, Naturparke Haßberge und Steigerwald. Letzterer feierte am selben Tag den Auftakt seines 50-jährigen Bestehens. Landrat Johann Kalb gratulierte zu diesem besonderen Jubiläum und dankte den Gemeinden für die problemlose Zusammenarbeit. Auch Staatsministerin Melanie Huml (MdL) ließ es sich nicht nehmen, lobende Worte an die Beteiligten zu richten. Als ein durch Bürgerengagement entstandenes Kleinprojekt wurde der vier Kilometer lange Weg zu großen Teilen im Rahmen einer europäischen LEADER-Förderung finanziert. In ihren Augen sei das Projekt ein sehr gelungenes Beispiel dafür, wie es möglich ist, den Menschen vor Ort die Besonderheit ihrer Heimat vor Augen zu führen. Dies bereits im Kindesalter zu beginnen, schärfe früh das Bewusstsein für Region und Umwelt und verdiene große Anerkennung.

Vermutlich aufgrund der hohen Temperaturen blieb die Besucherzahl überschaubar. Wer neugierig geworden ist, dem steht der Weg ab sofort zur Nutzung zur Verfügung. Als Markierungszeichen dienen – wie könnte es anders sein – Wegemarken der Bechsteinfledermaus, die sowohl in den Haßbergen als auch im Steigerwald heimisch ist. Gestartet werden kann entweder in der historischen Kellergasse in Unterhaid oder am Vierether Rathaus. Der Weg ist für Kinderwägen geeignet und kann auch mit dem Fahrrad befahren werden. Bei der Gemeinde Oberhaid können für die Kellergasse Unterhaid Führungen – auch für Schulklassen – gebucht werden. Einkehrmöglichkeiten gibt es in der Kellergasse, in Unterhaid und in Viereth.

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